Auf deiner Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) steht ein ICD-Code, zum Beispiel J06.9 oder M54.5. Viele Patienten fragen sich: Was bedeutet der Code, und wer kann ihn lesen?
Was der Code bedeutet
Der ICD-Code verschlüsselt deine Diagnose nach der internationalen Klassifikation ICD-10-GM. J06.9 ist zum Beispiel der klassische grippale Infekt, M54.5 der Kreuzschmerz. In unserem ICD-Verzeichnis kannst du die häufigsten Codes nachschlagen.
Wer sieht den Code?
Wichtig: Der ICD-Code steht nur auf der Ausfertigung für die Krankenkasse (und deiner eigenen). Die Ausfertigung für den Arbeitgeber enthält keine Diagnose, dein Arbeitgeber erfährt also nicht, warum du krankgeschrieben bist. Bei der elektronischen AU ruft der Arbeitgeber die Krankschreibung digital ab, auch dabei ohne Diagnose.
Warum überhaupt ein Code?
Die Krankenkassen benötigen die Diagnose für die Abrechnung, für Statistiken und für die Steuerung von Leistungen (z. B. Krankengeld ab der 7. Woche). Die Verschlüsselung nach ICD-10-GM ist für Vertragsärzte gesetzlich vorgeschrieben.
Der Code sagt nichts über die Schwere aus
Ein ICD-Code klassifiziert die Art der Erkrankung, nicht ihren Schweregrad im Einzelfall. Die Endung .9 (nicht näher bezeichnet) ist Routine und bedeutet nicht, dass etwas unklar oder bedenklich wäre.
Wichtiger Hinweis: Diagnosen.org ist ein Nachschlagewerk und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich an deine Ärztin oder deinen Arzt, außerhalb der Sprechzeiten an den Bereitschaftsdienst unter 116 117, in Notfällen an den Notruf 112.